——
— 175—
und dieſe heiligen, von dem„freigeiſtigen“ König ver⸗ pönten Verſammlungen beſuchten.
Aber alles dieſes war doch nur die Vorbereitung, eine Einleitung zu der großen Feierlichkeit, welche heute den„Eingeweiheten“ bevorſtand, und welcher Alle mit klopfendem Herzen und in athemloſer Spannung ent⸗ gegenſahen.
Der Gottesdienſt war beendigt, die frommen Brü⸗ der und Schweſtern hatten ſich entfernt, und nur das Directorium war zurückgeblieben, um, wie es der Ge⸗ meinde geſagt, ſeine zu halten und ſeine
Beſchlüſſe zu faſſen.
Wieder beſtieg ein frommer Redner die Kanzel, dies Mal aber nicht der Geiſtliche, welcher vorher die Verſammlung mit ſeiner fanatiſchen Rede erbaut hatte, ſondern der Planetarier Pfannenſchmidt, der von Gott erleuchtete Prophet. Mit welchen andachttriefenden, frommzerknirſchten Worten er ſeine Zuhörer zur Buße ermahnte, zur Verachtung dieſer ſcheinheiligen und eklen Welt, welche Gott nur ſo ſchön und verlockend ge⸗ ſchaffen, um den ſündigen Menſchen zu verſuchen, und ſeine Kraft des Widerſtandes zu erproben! 3
Widerſteht, widerſteht, heulte er mit ſeiner gurgeln⸗ den Naſenſtimme, gehet in Euch und verachtet die Welt, und bekehret die Menſchen, auf daß ſie Euch ſich zuwenden, und gerettet werden, wie wir gerettet ſind, und Engel Gottes werden, wie wir Engel Gottes ſind! Aber um dieſes edle und erhabene Ziel zu erreichen, bedarf es großer Anſtrengungen, großer Mittel, bedarf es der Macht und des Anſehens. Um die Welt be⸗ kehren und beglücken zu können, müſſen wir die Welt unſer Eigen nennen, müſſen wir ſie. erſt dem Teufel abgekauft haben, der die Sünde der Welt, welches das
Gold iſt, in ſeinen Krallen hält, und damit die Men⸗


