ßen Planetariers, den„Eingeweiheten“ wirklich den Teufel erſcheinen zu laſſen und dieſe Beſchwörungen endlich mit einem Reſultat zu krönen. So lange der Teufel nicht erſchien, glaubten die Frommen an den Planetarier, hofften ſie auf ihn, gaben ſie ihm ihr Geld, ihre Liebe, ihr Vertrauen, ehrten ſie ihn als ihren Wohlthäter und Beglücker der Zukunft, als den erhabenen Meſſias, welcher ſie einſt reich und mächtig machen, die ganze Welt ihnen unterordnen werde. Er konnte ihnen den Teufel nicht erſcheinen laſſen, weil mit dem Erſcheinen deſſelben ihnen ſeine Unfähigkeit, ſie das Geheimniß des Goldmachens zu lehren, klar geworden wäre.
Vergebens alſo waren bis dahin ſeine Beſchwö⸗ rungen geweſen, vergebens mußten ſie auch in der Zukunſt ſein! Unter heiligen Geſängen führten ſie jetzt den Ziegenbock ein, dieſes ſchwarze Ungethüm, deſſen Herbeiſchaffung ſo viel Geld, ſo viel Mühe und An⸗ ſtrengung gekoſtet, und das man heute dem Teufel opfern wollte.
Unter feierlichen Ceremonien zogen die in weiße Schleier verhüllten„Erzengel“ das unglückliche Schlacht⸗ opfer zum Altar, wo Pfannenſchmidt, der Hoheprieſter im goldgeſtickten Gewande, bereit ſtand, um es mit dem ſilbernen Meſſer zu tödten, und ſein Blut in ſil⸗ berner Schaale zu empfangen.
Und wie er das Meſſer erhob, um den Ziegen⸗ bock zu tödten, warfen ſich die Gläubigen auf ihre Kniee nieder und beteten laut, und fleheten zu Gott um ſeinen Beiſtand zum Gelingen des erhabenen Werkes. 1
Der von Begeiſterung, Gluth und Andacht ſtrah⸗ lende Planetarier ſenkte den erhobenen Arm herab, der blitzende Strahl wollte ſich eben in den Hals des ar⸗
Mühlbach, Berlin u. Sansſouci ꝛc. I. 12


