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Und er raufte ſich das Haar und zerſchlug ſich die Bruſt und weinte laut vor Zorn und Wuth.—
Fredersdorf täuſchte ſich nicht. Wie der Mond aufging, begann das Feſt der Beſchwörung, zu wel⸗
chem Herr von Kleiſt, der Gemahl der ſchönen Luiſe von Schwerin, die Bundesgenoſſen und Vertrauten eingeladen hatte.
Der große Tanzſaal, in welchem die heitere und lebensluſtige Dame vom Hauſe ſonſt ihre Ballfeſte und ihre glänzenden Soiréen zu geben pflegte, und auf deſſen glänzendem Parquet ſie ihr Vermögen, ihr Glück und ihre Ideale ſich zu einem flüchtigen Staub unter ihren tanzenden Füßen hatte zermürbeln geſehen, der große Tanzſaal war jetzt in einen großen feierlichen Betſaal verwandelt worden, in welchem die frommen Gläubigen zuſammenkamen, um Gott anzubeten und den Teufel zu beſchwören. Der König hatte es ver⸗ boten, außer an den geſetzlichen Sonn⸗ und Feſttagen Betſtunden in den Kirchen zu halten, und als dies von einigen frommen und fanatiſchen Predigern dennoch geſchehen war, hatte man auf den beſondern Befehl
s Königs dieſe Betſtunden mit Waffengewalt auf⸗ gehoben, die fromme Verſammlung auseinandergetrie⸗ ben und die Kirchen geſchloſſen, indem man den Pre⸗ digern und Küſtern mit ſofortiger Abſetzung drohte, wenn die Kirchen an den Wochentagen wieder zu den Betſtunden geöffnet würden.)
Die Frommen alſo, ſehr wenig geneigt, die Worte der Bibel zu befolgen, und dem Kaiſer zu geben, was des Kaiſers iſt, das heißt den Gehorſam, dieſe From⸗ men, welche man aus den Kirchen vertrieben hatte, vereinigten ſich ſeitdem in den verſchiedenen Privat⸗
2) Preuß, Geſchichte Friedrich's d. Gr. I. pag. 131.
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