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bedeutet alſo Krieg, und das Leben des Genuſſes und der Träumereien iſt nun vorüber.—
Ich habe Dir da ein wenig Politik erzählt, fuhr 4
der König nach einer Pauſe lächelnd fort. Ich that's, um Dir zu beweiſen, daß ich Deiner bedarf, und daß wir viel zu arbeiten haben. Wir müſſen die Rech⸗ nungen meiner Privatchatoulle ordnen, wir haben Briefe zu ſchreiben, und endlich uns mit den Ge⸗ ſchenken zu beſchäftigen, welche wir der Prinzeſſin Ul⸗ rike zu ihrer Vermählung darzubringen haben. Du ſiehſt alſo, wir haben viel zu thun.
Ich werde zu jeder Zeit bereit ſein, die Befehle meines Königs zu empfangen, ſagte Fredersdorf, ich werde die ganze Nacht arbeiten, nur bitte ich Euere Majeſtät, mir dafür einige Abendſtunden zu gewähren zur Beſorgung eines wichtigen Geſchäfts, das keinen Aufſchub duldet. 3 4
Ah, ohne Zweifel willſt Du mir die Epiſtel des Horaz vollenden, von der ich neulich ſprach, und auf deren Ueberſetzung ich noch immer harre. Du weißt doch, dieſe Epiſtel, welche von dem unnützen Opfer der Lämmer oder Ziegenböcke handelt? Nun, ſpare Dir dieſe Ueberſetzung bis auf beſſere Tage, heute haben wir keine Zeit dazu und ich kann Dich heute nicht von Deinem Dienſt bei mir entbinden.
Und dennoch wage ich es, meine Bitte zu wieder⸗ holen, rief Fredersdorf in leidenſchaftlicher Erregtheit. Sire, es iſt ein unaufſchiebbares Geſchäft, und ich flehe Euere Majeſtät an, mich für einige Stunden zu entlaſſen!
Nun, wenn Du auf die Wünſche Deines Freun⸗ des nicht hören willſt, ſo wirſt Du jetzt nur noch die Befehle Deines Königs zu erfüllen haben, ſagte Frriedrich, deſſen Antlitz jetzt einen ſtolzen gebieteriſchen


