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zuletzt der Herr und König aller Welt iſt, und dem die Könige und die Gelehrten, die Jugend und die Schönheit ſich beugen. Oh, welch' ein Leben der Wonne und des Entzückens ſoll dies ſein. Ich werde frei ſein, ich werde die Frau heirathen, welche ich liebe, ich werde Niemand mehr angehören als mir ſelber! Oh, ſchon neigt ſich die Sonne dem Abend zu, bald wird der Mond am Himmel ſtehen und dann—
Ein leiſes Rauſchen an der Tapetenthür machte ihn verſtummen, und mit einer Art Entſetzen wandte Fre⸗ dersdorf ſeine Blicke dieſer Thür zu, welche gerade in die Gemächer des Königs führte und durch welche nur Er eintreten konnte! 4
Und er war es, es war Friedrich, welcher dieſe Thür öffnete und mit heiter lächelndem Geſicht das Zimmer ſeines Geheimkämmerers betrat.
Ich komme Dir unerwartet, ſagte der König, deſſen heller forſchender Blick ſehr wohl die Wolke bemerkt hatte, welche bei ſeinem Eintreten ſich über Fredersdorf's Stirn gelagert hatte. Aber was willſt Du, die Könige und das Schickſal haben immer das Recht, als der deus ex machina zu erſcheinen und die Berechnungen der kleinen Sterblichen zu ſtören.
Ich habe gar keine Berechnungen gemacht, Maje⸗ ſtät, ſagte Fredersdorf verwirrt, und die Anweſenheit meines Königs kann auch für mich niemals ſtörend ſein. Deeſto beſſer! rief der König lächelnd, denn ich habe meine Berechnungen gemacht und Du ſpielſt darin eine wichtige Rolle. Wir werden heute Abend zu thun haben, Fredersdorf, und wenn Du vielleicht darauf gehofft hatteſt, dieſen Abend frei zu ſein, ſo thut es mir leid, dieſe Hoffnung ſtören zu müſſen,


