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will zurück nach Halle zu meinen Büchern, meinen Studien, zu meiner ſtillen Kammer, welche friedlich iſt und einſam, und wohin das Geräuſch der Welt und die Stimme Eckhofs nicht dringen kann. Dort werde ich dieſes kurze Erwachen meiner Jugend ver⸗ geſſen, dort wird mein Herz wieder einſchlafen und träumen und unter dem Staub der Bücher begraben liegen. So muß es ſein, ſo ſoll es ſein, denn es darf nicht anders ſein. Unſelig bin ich, daß ich hier⸗ her kommen mußte, denn ich fühle doch, daß ich hier am Scheidewege meiner Vergangenheit ſtehe, am An⸗ fang eines neuen Daſeins. Aber ich will fort! Viel⸗ leicht iſt es noch Zeit, vielleicht kann ich dem Unheil noch entgehen und das Verderben noch beſchwören, das mir droht. Oh, oh, bei meinen Büchern und Studien werde ich alles Andere vergeſſen, werde ich dieſe Stimme nicht mehr hören, welche hier ewig vor meinen Ohren klingt, und dieſe Augen nicht mehr ſe⸗ hen, dieſe fürchterlichen, ach, dieſe wundervollen Au⸗ gen! Ich muß alſo fort, heute, auf der Stelle.
Und mit fieberiſcher Haſt und zitternden Händen packte er ſeine Effecten zuſammen und verſchloß ſie in dem kleinen Reiſekoffer.
Einige Stunden ſpäter fuhr die Poſt nach Halle mit luſtigem Geſchmetter die Straße hinunter. Als ſie an der Wohnung Eckhoſ's vorüber kam, lehnte ein bleicher junger Mann ſich aus dem Schlag hervor, und blickte mit rothen verweinten Augen zu den Fen⸗ ſtern des Schauſpielers empor.
Lebewohl, Eckhof, murmelte er. Ich fliehe vor Dir, aber Gott ſegne Dich! Fort, fort nach Halle, wo meine Augen ſicher ſind, Eckhof nicht zu ſehen, wo mein Herz ſeine Stimme nicht mehr hören wird!
Der Poſtwagen rollte weiter gen Halle zu; der
Mühlbach, Berlin u. Sansſouci ꝛc. J. 11


