Teil eines Werkes 
Berlin und Sansouci oder Friedrich der Große und seine Freunde : historischer Roman : 1. Band (1857)
Entstehung
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— 160— Ich bin es, und ich denke, perden es mir

verzeihen, daß ich ein wenig jünge wenig brau⸗ ner und auch weniger weiſe bin wie der weiſe Cato, als welchen Sie mich ohne Zweifel geſtern geſehen haben. Hoffentlich wird das Ihrem Vertrauen zu mir keinen Abbruch thun und ich bitte Sie von gan⸗ zem Herzen, mir zu ſagen, worin ich Ihnen nützen kann und welches Geheimniß ich Ihnen ergründen helfen ſoll.

Nein, nein, Sie können mir dieſes Geheimniß nicht ergründen, Sie nicht, rief der Jüngling mit vor Aufregung bebender Stimme. Verzeihen Sie, wenn ich Sie vergeblich ſtörte, denn Ihnen habe ich nichts zu ſagen, nichts zu geſtehen. 3

Und ganz verwirrt und ſchamvoll entfloh der junge Mann aus dem Zimmer des Schauſpielers, der ihm ſtaunend und ganz überzeugt, daß er es mit einem Wahnſinnigen zu thun gehabt, nachblickte.

Mit keuchender Bruſt, zitternden Herzens, kaum wiſſend was er that, was er dachte, rannte Lupinus durch die Straßen ſeiner Wohnung zu, und wie er endlich ſein Zimmer erreicht, wie er hinter ſich die Thür geſchloſſen hatte, welche ihn abtrennte von der Welt und den neugierigen Menſchen, da ſank er ganz zerbrochen auf ſeine Kniee nieder und rief mit herz⸗ zerreißendem Ton: Ich habe Eckhof geſehen! Oh, er iſt jung, er iſt ſchön. Unglückſelig bin ich, daß ich ihn geſehen habe!

Dann verſank er tiefer in ſich ſelbſt, und immer noch auf ſeinen Knieen liegend, die Hände gefalten, ſtarrte er träumend und ſinnend vor ſich hin. Das dauerte eine lange Zeit, dann ſprang er plötzlich empor, und mit von Energie und Gluth flammenden

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Augen rief er: Ich will fort! Ich muß fort! Ich