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ſelaven, ich will, daß das Volk denken lerne, und alſo ſoll der Gedanke frei ſein in meinen Landen, und kein Cenſor und keine Polizei ſoll ihn beſchneiden und bewachen, denn der Gedanke iſt wie die allbefruchtende Sonne, allnährend, allerhaltend und erleuchtend, auch ſchlechte und giftige Blumen und ſchädliches Ungeziefer und Gewürme erzeugend und an's Daſein rufend, aber auch dieſes hat ja das Recht der Exiſtenz, und wenn man es ruhig gewähren läßt, ſo ſtirbt es an ſeiner eigenen Nichtswürdigkeit und Erbärmlichkeit, ſo geht es zu Grunde an der Verachtung der Guten und Beſſern!
Man muß eben Friedrich der Einzige ſein, um ſo frei und groß und vorurtheilslos denken zu können! rief
Jordan begeiſtert aus. Glauben Sie mir nur, mein König, daß Sie in Europa der einzige lebende Herr⸗ ſcher ſind, welcher ſolche Gedauken hegen, ſolchen Muth faſſen darf, ſeinem Volk das freie Wort und den freien Gedanken zu bewilligen!
Ich werde und will immer ſo handeln, daß ich Beide nicht zu fürchten habe, ſagte der König einfach, dann mögen die Menſchen übar mich ſagen und den⸗ ken, was ſie wollen, was kümmert es mich. An ihren Verläſterungen und Verketzerungen werde ich mich amüſiren, und ihr Lob,— nun, das iſt eine billige Waare, die ich mit jedem geſchickten Taſchenſpieler und jedem Comödianten theilen muß. Der Beifall meines eigenen Gewiſſens, der Beifall meiner Freunde, der Deine, mein Jordan, das allein hat Werth für mich, und dann, ſetzte er ernſt, faſt feierlich hinzu, dann vor allen Dingen der Nachruhm! Ich will nicht, daß mein Name verklingen ſoll wie ein Ton oder eine heitere Melodie, ich will ihn mit goldener Schrift in die Ta⸗ ſeln der Geſchichte einzeichnen, ich will, daß er leuch⸗
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