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nicht weiſe, weil ſie zu groß iſt, um von der kleinen Menſchheit verſtanden zu werden.— Nun aber mögen mir Euere Majeſtät verzeihen, daß ich die Wahrheit ſagte, aber ich mußte es thun, denn gleich meinem König liebe ich Gott, und Gott iſt die Wahrheit! Und Du haſt wohl gethan, mein Jordan, ſagte der König nach einer langen Pauſe, in welcher er ſinnend und tiefernſt zum Himmel emporgeſchaut hatte. Ja, Du haſt wohl gethan, und ich fühle wohl, daß Du Recht haſt mit Deinen Einſprüchen gegen mein Pan⸗ theon. Ich opfere Dir alſo meine Lieblingsidee, ich laſſe um Deinetwillen mein Pantheon in Trümmer zerfallen. Das mag Dir ein Zeugniß meiner Liebe ſein, mein Jordan. Ich werde alſo die Prieſter nicht bekämpfen in meiner Kirche, aber ich werde ſie ver⸗ folgen in der ihrigen, und ich ſage Dir, es wird ein langer und hartnäcliger Kampf ſein, der dauern wird, ſo lange mein Leben dauert. Ich will nicht, daß das Volk verdummt werde von den Muckern und Prieſtern. Ich will in meinen Landen keine andern Könige dulden neben mir, ſondern ich allein will König ſein. Mögen die Prieſter ſich beſcheiden, in Demuth und Stille die Lehrer und Vorbeter ihrer Gemeinde zu ſein, aber wenn es ihnen einfallen ſollte, kleine Päpſte zu ſpielen und ſich für die alleinigen Beſitzer der Himmelsſchlüſ⸗ ſel zu halten, ſo ſollen ſie an mir einen Widerſacher finden, der ihnen beweiſen wird, daß ihre Schlüſſel falſche Dietriche ſind, mit denen ſie das Allerheiligſte aufſchließen und erbrechen wollen, um zu entwenden,
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was nicht ihr Eigenthum iſt! Wahrheit und Klarheit,
das ſoll die Deviſe meines ganzen Lebens ſein, nach
ihr will ich handeln, und nach ihr auch mein Volk regieren. Ich will kein verdummtes Volk, keine in
Aberglauben und Gewiſſensangſt zitternden Prieſter⸗
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