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Des Königs Antlitz war von einer ſtrahlenden Schönheit, während er ſo ſprach, eine edle Begeiſte⸗ rung flammte aus ſeinen großen, klaren Augen, ſeine Wangen waren ſanft geröthet, wie von dem Mor⸗ genhauch eines neuen Lichtes, und ein Ausdruck er⸗ habener Freude leuchtete von ſeiner hohen, wunder⸗ baren Stirn.
Jordan blickte ihn an mit unendlicher Liebe, aber zugleich ſo trübe und ſchmerzvoll, daß der König in⸗ mitten ſeiner Begeiſterung ſich davon erkältet und ge⸗ ſtört fühlte. 3
Wie, Jordan, Du biſt nicht meiner Meinung? fragte er verwundert. Unſere Seelen, welche ſich ſouſt immer im tiefſten Verſtändniß begegnet ſind, ſollen ſich diesmal nicht treffen? Du ſchüttelſt Dein Haupt? Du billigſt alſo nicht die Idee meines Pantheons?
Es iſt eine zu erhabene Idee, Sire, um verwirk⸗ licht werden zu können. Die Menſchen bedürfen der Religion, wenn ſie nicht ihren innerſten ſittlichen Halt verlieren ſollen.
Nein, ſie bedürfen dazu nur Gottes, nur der Liebe zu dieſem erhabenen, höchſten Weſen, welches wir Gott nennen! Die ſicherſte Probe aber, an der wir er⸗ kennen können, ob wir Gott lieben, liegt darin, daß wir den unerſchütterlichen und feſten Willen haben, ihm zu gehorchen. Demgemäß bedürfen wir keiner andern Religion, als unſerer Vernunft, die uns von Gott gegeben iſt. Sobald dieſe erkennt, daß Er ge⸗ ſprochen hat, ſoll ſie ſchweigen und ſich unterwerfen. Die innere Anbetung Gottes muß darin beſtehen, daß wir ſein Weſen und das, was wir ihm ſchulden, er⸗ kennen, die äußere Anbetung ſoll darin ſich äußern, daß wir alle Dinge ſo thun, wie ſie vernünftig und
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