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zugleichen, der würde der Welt den Frieden geben,
der würde in Wahrheit der Meſſias und Erlöſer ſein.
Der würde leiſten, was Gott ſelber nicht vermag,
wie es ſcheint, ſagte Jordan mit einem matten Lä⸗
een Der würde zuerſt ein großes Maſſacre an⸗
ſtiften und die Prieſter aller Religionen hinſchlachten müſſen!
Und das gerade will ich! rief der König aus. Ein Maſſacre will ich anrichten unter ihren Prieſtern, nicht ein körperliches, blutiges, ſondern ein rein geiſtiges, denn ich ſage Dir, Jordan, Gott wohnt nicht in den Kirchen dieſer hochmüthigen Prieſter, welche ſich doch vorzugsweiſe die Diener Gottes nennen, aber er war ſo gut bei Moſes auf dem Berge Sinai, als er dem Zoroaſter begegnete in der Wüſte, er war an Dante's Seite, als er die Divina Comedia ſchrieb, wie er die Schiffe des Columbus lenkte, als ſie auszogen, eine neue Welt zu entdecken. Gott iſt überall, und daß ſie ihn anbeten und verehren und an ihn glauben, das eben zeugt von der höhern Berufung der Menſchen, von ihrer Gottähnlichkeit!
Ach, und ſie wollen ſagen, daß mein König nicht an Gott glaube! rief Jordan mit Thränen in den Augen, indem er die Hand des Königs ergriff und ſie feſt an ſeine Lippen drückte. Sie wollen Friedrich einen Ungläubigen nennen, und wagen es, wider ihn von den Kanzeln zu predigen und zu ſchelten!
Ja wohl bin ich ihnen ein Ungläubiger, da ich nicht glaube, was ſie glauben! ſagte der König lächelnd. Und wenn ſie wider mich predigen, Freund, ſo beweiſt das doch nur, daß ſie mich fürchten und einen mächti⸗ gen Feind in mir wittern. Und der Feind der Prieſter will ich ſein mein Lebelang, das heißt dieſer ſtolzen


