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einen Schritt zurück. Eurer Majeſtät, wiederholte er. Warum legſt Du denn eine ſo kalte Hand auf mein Herz, welches Dir eben ſo warm entgegenſchlug. Wo⸗ zu denn hier die Etiquette? Wer hört uns denn?
Sind wir nicht allein, und dürfen uns den Austauſch
zweier Seelen geſtatten, welche ſich verſtehen und ſich lieben? Vergiß alſo ein wenig die Majeſtät, mein Freund, denn Du ſiehſt wohl, ich bin noch im Mor⸗ genkleid und trage nicht, wie die Könige auf der Bühne, meine Krone und meinen Scepter ſelbſt im Bett oder im Schlafrock mit mir herum.
Oh, ſagte Jordan, indem er Friedrich mit den Blicken eines Liebenden betrachtete, der ganz ſelig und andächtig iſt im Anſchauen ſeiner Geliebten. Oh, es bedarf keiner Krone auf Ihrer Stirn, um Sie als einen König von Gottes Gnaden erkennen zu laſſen. Die angeborne Majeſtät leuchtet von Ihrer Stirn.
Das macht, ſagte Friedrich mit leiſer Ironie, das macht, weil wir Fürſten anerkanntermaßen die wohl⸗ gelungenſten Portraits des höchſten Gottes ſind, Por⸗ traits, mit denen Ihr übrigen Menſchenkinder Euch gar nicht vergleichen könnt, denn wahrſcheinlich ſeid Ihr nur die Portraits des zweiten und dritten Gottes der Dreieinigkeit, die Portraits des Sohnes und des heiligen Geiſtes, während wir Fürſten die Quinteſſenz der Gottähnlichkeit auf unſern verwitterten langweiligen Angeſichtern tragen!
Ach, ach, wenn dieſer fromme Pfarrer Eberhard Sie jitzt hören könnte, Sire, welch ein Aergerniß würde er wieder daran nehmen!
Der König lachte. Weißt Du, Jordan, ſagte er dann ſehr ernſt, ich glaube, Gott hat mich recht eigent⸗ lich dazu berufen, den Prieſtern ein Aergerniß zu ſein, und ihnen den Dummheits⸗ oder Hochmuths⸗Teufel


