Urheber nicht nur ein König ſondern auch ein Künſt⸗ ler war.
Auch Fredersdorf fühlte die Macht und die bewäl⸗ tigende Kraft dieſer Muſik wieder wie ſonſt auf ſich . wirken. Die alte Liebe durchſtrömte wieder ſein Herz
und füllte es mit neuen Gluthen, indem es ſeine Augen mit Thränen netzte. Er iſt doch der edelſten Geiſter Einer, und man kann ihm niemals zürnen, weil man immer wieder gezwungen iſt ihn anzubeten! ſagte er leiſe vor ſich hin, als des Königs Flöte eben ſchwieg. Nun? fragte Pöllnitz, deſſen Antlitz nicht einen Moment den Ausdruck liſtiger Schlauheit und kalter Aufmerkſamkeit verloren hatte, nun, wie ſteht däs Ba⸗ rometer heute? werden wir einen ſonnenhellen Tag haben? 3. Ja! Der König iſt heute in ſeiner klaren, ſanften Stimmung. Wahrſcheinlich iſt er ſchon einige Stun⸗
den wach und hat an irgend einen ſeiner Freunde ge⸗ ſchrieben, an Voltaire oder Algarotti, das macht ihn immer ſtill, heiter und ſonnenklar.
Ich werde alſo meine Audienz haben?
Sie werden ſie haben!
Dann, theuerſter Freund, habe ich Sie nur noch zu bitten um die Chocolade für die edle, ſeelenausfor⸗ ſchende Hündin, die Signora Biche!


