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Die Signora Barbarina! Ah, Sie lächeln, Sie ſchütteln ungläubig das Haupt? Sie ſind alſo kein guter Pſycholog? Sie wiſſen alſo nicht, daß man das am meiſten zu begehren pflegt, was ſich Einem am 3 heftigſten zu entziehen ſcheint, und daß man Das am 1 höchſten ſchätzt, was nian ſich durch Kampf erworben hat. Urtheilen Sie alſo, wie hoch der König die Bar⸗ — barina ſchätzen muß, um derentwillen er eine Monate lange diplomatiſche Fehde mit der Republik Venedig führte und die er endlich dem Lord Stuart Makintoſh gewiſſermaßen abgekämpft hat.—
Es iſt wahr, ſagte Fredersdorf nachdenklich, ſeit acht Tagen erwartet der König mit wahrer Ungeduld die Ankunft der ſchönen Tänzerin und er hat befohlen, daß wenn ſie in Berlin eintrifft, ſofort ihm davon Anzeige gemacht werde. 3 1 Der König wird dieſe Signora Barbarina lieben,
ſage ich Ihnen, rief Pöllnitz, indem er ſich wieder langſam in die Sophakiſſen zurücklehnte. Ich werde ihr daher heute noch einen Beſuch machen und mit der Signora das Nöthige verabreden. Ach, jetzt bin ich zufrieden, jetzt ſehe ich Land, eine kleine Inſel der 8 Glückſeligkeit, welche mich, den armen Schiffbrüchigen, wieder aufnimmt und mir Schutz und Obdach gewährt! Ich werde mich zu dem unentbehrlichen Rathgeber der Signora Barbarina machen, und ich werde ſie lehren, wie ſie den Starrſinn des Königs bezwingen und ihn zu ihrem Sclaven machen kann!
Träume, Träume!l ſagte Fredersdorf achſelzuckend,
Träume, welche ich zur Wirklichkeit machen werde, ſobald Sie mir nur erſt eine Andienz beim König be⸗ willigt haben!.
Wir werden ſehen, was ſich thun läßt, und ob—
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Aber hören Sie, der König iſt ſchon wach, er hat ſeine


