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Cavaliers würdig beſchließen zu können. Ich muß alſo wieder meinen freien Nacken beugen und dienſtbar werden. Sie müſſen mir dazu behülflich ſein, indem Sie mir heute, gleich jetzt, eine Audienz beim Könige erwirken, und ſo weit denke ich wird Ihr Einfluß doch noch reichen. Das Uebrige ſei dann meine Sorge.
Wir wollen ſehen, ſagte Fredersdorf, ich habe dem König hente eine frohe Nachricht zu bringen, vielleicht macht dieſe ihn heiter und willfährig, und er bewilligt
Ihnen die Audienz.
Und dieſe Nachricht, welche Sie ihm zu bringen haben? 1 Die Barbarina iſt angekommen!
Ach, die berühmte Tänzerin?
Dieſelbe! Wir haben ſie der Republik Venedig und ihrem Liebhaber, dem Lord Makintoſh, entriſſen, und der Baron von Sweerts hat ſie als Gefangene nach Berlin geführt.—
Pöllnitz richtete ſich halb vom Sopha empor, und haſtig ſeine Hand auf den Arm des Geheimkämmerers legend, ſah er ihn mit freudeſtrahlenden Augen an.
Ich habe da eben einen Plan gemacht, einen himm⸗ liſchen Plan, ſagte er. Mein Feund, die Tage der Macht und des Glanzes werden jetzt doch für uns aufgehen, und Ihr Ehrgeiz, welcher krank lag und dar⸗ niedergebeugt, wird jetzt geneſen und ſein Haupt ſtolz empor richten. Was ich lange ſuchte, iſt endlich ge⸗ funden! Der König iſt noch zu jung, zu feurig und endlich zu ſehr Dichter und Genie, um unempfindlich
zu ſein. Selbſt Achill hatte ſeine Ferſe, wo er ver⸗ wundbar war. Auch Friedrich hat ſeine verwundbare
Stelle, und wiſſen Sie, wer ihn da treffen und den Pfeil auf ihn abſchießen wird? 3 1— Nun?.


