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Mal die Orden und die Uniformen des Landes, in wel⸗ chem ſie eben verweilen, und des Fürſten, den ſie eben beſuchen, anlegen, ſo iſt es auch bei mir Regel der Etiquette, immer die Religion anzulegen, welche gerade der Situation, in welcher ich mich befinde, angemeſſen iſt. Meine Situation in Nürnberg erforderte, daß ich Proteſtant wurde, alſo ward ich es.
Und dennoch zerſchlug ſich die Heirath?
Sie zerſchlug ſich an dem harten Eigenſinn meiner Braut, welche durchaus nicht in Gütergemeinſchaft mit mir leben und mir nicht den Nießbrauch ihres Ver⸗ mögens gönnen wollte. Begreifen Sie einen ſolchen Unſinn? Zu denken, daß ich ſie bloß heirathen würde, um aus einem mittelmäßig hübſchen Bürgermädchen eine Baronin, eine Reichsbaronin von Pöllnitz zu machen, ohne dafür einen andern Lohn, als eine Frau zu haben! Sie wollte meinen Rang heirathen und fand es beleidigend, daß ich nicht ſie, ſondern ihre Million heirathen wollte! An dieſem Zwieſpalt ſchei⸗ terte unſere Ehe, und ich bin deſſen jetzt recht froh und ſchäme mich meines Heirathsrauſches von ganzer Seele! Der König hat alſo Grund mit mir zufrieden zu ſein!
Sie denken alſo alles Ernſtes daran, wieder hier zu bleiben?
Finden Sie das nicht ganz natürlich, Theuerſter? Ich habe ein halbes Jahrhundert an dieſem Hofe ge⸗ lebt, und mich an ſeine Langweiligkeit, Nüchternheit und Steifheit ſo ſehr gewöhnt, wie man ſich an ein altes hartes Feldbett gewöhnt, das Einem durch die Gewohnheit zuletzt weicher erſcheint, als das ſchwellendſte Lager von Eiderdaunen. Außerdem, mein Lieber, habe ich ſo eben in Nürnberg eine Million eingebüßt, und ich muß daher auf Erſatz ſinnen, um mein Leben eines


