Teil eines Werkes 
Berlin und Sansouci oder Friedrich der Große und seine Freunde : historischer Roman : 1. Band (1857)
Entstehung
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Menſchen haben, und es iſt daher für jeden neuen An⸗ kömmling ſehr wichtig, wie er von ſeinen Hunden em⸗ pfangen wird, denn darnach richtet ſich auch der Em⸗ 4 pfang des Königs. Iſt Biche noch bei dem König?

gegen alle falſchen, boshaften und ſchlechtgearteten

1 Sie iſt noch immer Lieblingshündin!

½ 3 Ab, das iſt mir lieb, denn ich ſtand immer in gro⸗ ßer Gunſt bei Signora Biche, und ſie pflegte immer meine Taſche zu beſchnüffeln, ob keine Chocolade darin ſei. Ich bitte Sie alſo, lieber Freund, geben Sie mir ein Stückchen Chocolade für die Biche, damit ich ihr edles Herz rühre und ſie mir den König geneigt mache.

Ich werde Ihnen ein halbes Pfund in jede Taſche ſtecken, und wenn Biche dann noch bellt, ſo iſt das ein Zeichen, daß ſie allerdings weit beſſer wie die Menſchen, daß ſie nämlich unbeſtechlich iſt! Sind Sie jetzt zu Ende mit Ihren Fragen und darf ich die meinen beginnen?

Nicht doch, mein Theuerſter, mein Kopf iſt noch ganz angefüllt mit Fragen, die darin herum krabbeln, wie die in einem Sack zuſammengeſteckten Regenwürmer, mit deren Hülfe man Fiſche angeln will. Sein Sie alſo barmherzig und laſſen Sie mich noch einige die⸗ ſer Fragen an dem Angelhaken meiner Zukunft be⸗

feſtigen! 4 Nun denn, immerhin! Fragen Sie weiter!

Intereſſirt ſich der König für keine einzige Prima⸗ donna ſeiner Oper, ſeines Ballets oder Schauſpiels?

Für keine einzige!

Nun, er iſt alſo jetzt ganz herzverſteinert?

Ganz und gar!