Alle unſere Bemühungen ſind vergeblich geweſen. Wir haben wiederum unſere Zeit, unſer Geld, unſere Kräfte vergeblich geopfert! Er hat ſich immer noch nicht gezeigt!
Ach, ſollte man wohl denken, daß es ſo ſchwer iſt, den Teufel zu bewegen, uns in Perſon zu erſcheinen, da er doch täglich und ſtündlich durch die Thaten der Menſchen uns ſeine Nähe und ſeine Gegenwart ver⸗ kündet! rief Fredersdorf ſchmerzlich. Aber ich muß und will ihn ſehen, er muß und ſoll mir das Ge⸗ heimniß entdecken, er ſoll mir die Stoffe nennen, aus welchen das Gold zuſammengeſetzt iſt!
Und er wird es thun! ſagte Joſeph feierlich.
Was ſagſt Du da? Er wird es thun? Es iſt alſo nicht alle Hoffnung verloren?
Es iſt noch nicht alle Hoffnung verloren, und der Planetarier hörte dieſe Nacht wenigſtens in ſeiner Ver⸗ zückung die Stimme des Teufels, und ſah auf einen Moment ſchon den Blitz ſeines Anges, wenn er auch ſeine Geſtalt noch nicht ſah.
Er ſah den Blitz ſeines Auges! wiederholte Fre⸗ dersdorf freudig. Oh, wir werden ihn dennoch zwin⸗ gen, ſich uns zu zeigen! Er wird uns lehren müſſen, Gold zu machen! Und was ſprach die Stimme des Teufels zu unſerm Planetarier?
Sie ſprach zu ihm: wollt Ihr mein Antlitz ſehen, und Worte der goldnen Weisheit von meinen Lippen hören, ſo opfert mir, wenn wieder der Mond in ſeiner Vollheit wie flüſſiges Gold am Himmel ſteht, einen ſchwarzen Ziegenbock. Und wenn Ihr für mich ſein Blut vergießt, und wenn er ſo ſchwarz iſt, daß ſelbſt die Nacht kein weißes Haar an ihm entdecken kann, dann werde ich Euch erſcheinen, und Euch dienſt⸗ bar ſein.


