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den Jünglingen entgegen, die jetzt den Geſang der Liebe begannen, mit niedergeſchlagenen Augen, de⸗ müthig und ſcheu, nicht wagend den ſchönen Gegen⸗ ſtand ihrer Zärtlichkeit bei ſeinem Namen zu nennen, ſondern ihn anredend als„das junge Kameel,“ „das Schiff der Herzenswüſte,“ und dann anſtimmend den Nachtgeſang der Liebe:„Die Reiter kommen, o Dieba, die Reiter kommen, wie Diebe, die Reiter von Dieba, o Liebe.“— Aber dann nach derſelben Melodie ſtimmten ſie an das Schlachtlied des Tartaren:
„Ihr Vögel mit dem kahlen Kopfe,
Du Geyer und Du Weihe,
Das Menſchenfleiſch den Hals Euch ſtopfe, Miſcht Euch in Schlachtenreihe.“*)
Dieſem erſten Vers folgten dann Schilderungen der Schlachten und Kämpfe, man hörte das Geheul der Kriege, den Schlachtruf der Tartaren, und end⸗ lich nach erfochtenem Siege das lautſchallende, machtvolle Lili der Weiber(das Hallelujah der Lilith).
Nachdem der Geſang beendet, neigten ſich die Sänger und Sängerinnen tief bis zur Erde nieder, und verſchwanden dann wieder hinter dem Vorhang.
Die Muſik verſtummte; der König erhob ſich von dem Divan, und ſich an Muſtapha wendend, ſagte er: Ich verdanke dem Chan, Deinem mächtigen Ge⸗ bieter, eine ſchöne Stunde, und indem ich ſein Haus verlaſſe, um in das meine zurückzukehren, nehme ich eine angenehme Erinnerung mit mir. 4
Sire, ſagte Muſtapha, der Chan bittet Dich,
*) Mémoires du Baron de Tott. Vol. II. p. 112.


