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Der Chan hört Ihre Worte, Sire, denn ſein Geiſt iſt unter uns, rief Muſtapha Aga, und indem er dann den König bat, auf dem Hauptdivan Platz zu nehmen, trat er zu der Thür des Zeltes und öff⸗ nete dieſe. Nun erſchienen wieder die Diener mit den verdeckten Körben und ſtellten ſich je Zwei und Zwei in einer doppelten Reihe in dem Zelte auf.— Muſtapha Aga nahm den erſten Beiden den Korb ab und ſchlug den Teppich zurück.
Sire, ſagte er, Du willſt die Gnade haben, mit dem Chan zu eſſen von ſeinem Fleiſch, ſeinem Brod und ſeinen Früchten, zu trinken von ſeinem Liebes⸗ trank und ſeinem Wein, auf daß das Band Euerer Freundſchaft unauflöslich werde. Der Chan ſendet Dir hier einen koſtbaren Schinken, einen Beweis ſeiner hingebenden Freundſchaft. Denn, um Dir dieſen Schinken ſenden zu können, hat er ſein Lieb⸗ lingspferd, das er ſeit manchen Jahren geritten, hat er„den Hirſch der Steppe“ tödten laſſen, um Dir von dieſem Pferde unvermiſchter, edelſter Race in den Kammern ſeines Hauſes den Schinken räu⸗ chern zu laſſen..
Als der Sprachknabe dieſe Worte Muſtapha's franzöſiſch wiederholte, ſah man die preußiſchen Ge⸗ nerale und Herren lächeln, und ſich einander ſpöt⸗ tiſche und entſetzte Blicke zuwerfen.
Der König allein blieb ernſthaft, und ſich zu den Generalen wendend, ſagte er deutſch:„Ach, meine Herren, wie würden wir uns gefreut haben, wenn man uns im Lager von Bunzelwitz dieſen Schinken gebracht hätte, und mit welcher Begier würden wir Alle denſelben gegeſſen haben.“
Dann wandte er ſich wieder mit heiterem Blick dem Geſandten zu, der ihm jetzt aus den anderen


