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Draußen vor der Thür bot ſich den verwunderten Blicken des Königs ein überraſchendes Schauſpiel dar. Gerade dem Hauſe gegenüber, auf dem freien Platz, erhob ſich ein hohes Zelt von bedeutendem Umfang, ringsum eingefaßt von einer Art Mauer von Filz, wohl geeignet das Eindringen der Luft und den Zugwind abzuwehren. Von der jetzt noch geſchloſſenen Thür des Zeltes führte ein koſtbarer Teppich bis nach dem Hauſe des Königs hin, und aus dem Innern des Zeltes vernahm man leiſe Töne einer in ihrem Rhythmus und ihren Tönen ganz fremdartigen Muſik.
Wahrhaftig, ſagte der König, ſich lächelnd an ſeinen Geſandten Herrn von Rerxin wendend, es kommt mir vor, als ob ich hier ein Mährchen aus Tauſend und Einer Nacht erleben ſoll. Es fehlt nur noch, daß die ſchöne Schehezerade drin auf dem Divan ſitzt und Meiner wartet. 1
Sire, vielleicht thut ſie es, ſagte Rexin. Es iſt uns auf unſerm Wege eine verſchloſſene Kutſche ge⸗ folgt, von vier Eunuchen des Chans bewacht.
Der König lachte. Nun, ſagte er, ſehen wir zu.
Und er ſchritt raſch auf das Zelt zu. So wie er daſſelbe erreicht hatte, flog die Zeltthür auf, und Muſtapha Aga empfing den König mit einer Knie⸗ beugung, während die Leute ſeines Gefolges neben der Zeltthür ſich zur Erde geworfen hatten, und mit der Stirn den Boden berührten.
Der König trat ein und ſchaute neugierig und forſchend ſich um,„im Hauſe des Chans“. Das Innere dieſes rieſengroßen Zeltes war ganz mit purpurrothem Tuche behangen, deſſen Draperien nur unterbrochen waren von zwanzig vergoldeten Stan⸗ gen, welche das Zelt trugen, und an denen ober⸗


