Teil eines Werkes 
3. Folge, Friedrich der Große und seine Geschwister : historischer Roman : 2. Abtheilung : 2. Band (1857)
Entstehung
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mit entſetzten Blicken an den Baron von Cocceji wendend, der neben ihm ſtand.

Nicht doch, Hochwürden, ſie werden ſich einige blaue Flecke und geſchwollene Naſen holen, weiter nichts! ſagte Cocceji lachend.

Ach, Sie lachen, junger Mann, Sie lachen zu dieſem traurigen Schauſpiel!

Verzeihen Euere Hochwürden, aber ich ſchwöre Ihnen, daß ich niemals leidenſchaftlichere Krieger geſehen habe, wie dieſe hier, und nie auf den Aus⸗ dens einer Schlacht begieriger geweſen bin, wie auf dieſe.

Aber Sie ſollen ihn nicht ſehen, Signor, ſagte. der Prior entſchloſſen, indem er auf den Vorplatz zurücktrat, und Herrn von Coeceji mit ſanfter Ge⸗ walt von der Thür zurückziehend, dieſelbe hinter den noch immerfort mit Tellern, Schüſſeln und Bechern kämpfenden Mönchen zudrückte.

Nein, Signor, fuhr er fort, Sie ſollen dieſem unwürdigen und ſchmachvollen Betragen meiner fanatiſchen Mönche nicht länger zuſchauen. Ich bitte Sie vielmehr, ſich jetzt ſogleich zu entfernen. In einigen Stunden ſende ich Ihnen die verſprochenen Briefe. Wenn Sie aber glauben, daß ich Ihnen mit denſelben einen kleinen Dienſt erwieſen habe, ſo fordere ich dafür als Gegendienſt, daß Sie Nie⸗ mand erzählen, was Sie hier eben geſehen haben..

Ich verſpreche es Euer Hochwürden, ſagte Herr von Cocceji mit erzwungener Ernſthaftigkeit. Wenn die Leute da draußen mich fragen ſollten, was dies Geſchrei bedeutet, ſo würde ich ſagen: die frommen Väter im Kloſter San Giovanni und Paolo ſingen ihre Hora.*)

*) Der Baron von Cocceji muß indeſſen doch nicht Wort ge⸗