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Er verneigte ſich tief vor dem Prior, der ihn mit frommem Gruß entließ, und kehrte heiter und mit ſiegesgewiſſen Zukunftsgedanken in das Hötel zum weißen Löwen zurück.—
Der Prior von San Giovanni e Paolo hielt Wort. Einige Stunden ſpäter erſchien ein Mönch im Gaſthof des Signor Montardo und verlangte den fremden Kaufherrn zu ſprechen, um noch ein⸗ mal wegen der Reliquien mit ihm zu unterhandeln.
Cocceji erkannte in dem frommen Mönch, der ihm die Briefe des Priors übergab, den würdigen Pater Anſelmo, den Beſieger des Pater Guardian.
Wollt Ihr mir einen Gefallen erzeigen, ehrwür⸗ diger Vater? fragte er, und als der Mönch ſich freundlich dazu bereit erklärte, fuhr er fort: ſo ſagt mir, wer von Euch vorher in der großen Schlacht Sieger geblieben iſt?
Eiin Ausdruck ſtolzer Freude blitzte in Pater Anſelmo's Augen auf. Die Pruſſiani ſind Sieger geblieben, ſagte er, und ich denke, die Thereſiani werden es nicht wieder wagen mit uns Streit anzu⸗ fangen, denn vier ihrer Moͤnche liegen mit zerſchla⸗ genen Naſen in ihren Zellen und der Pater Guar⸗ dian wird die erſten Wochen nicht fähig ſein, wieder ſeinen Spionirdienſt zu vertreten. Er iſt ganz zer⸗ ſchlagen und ſteif, und ſein Mund iſt um einige Zähne ärmer geworden. Möge es ſo allen Feinden des großen Friedrich ergehen, und möge Gott dem
halten haben, oder die frommen Väter haben ſelber geplaudert, denn dieſer Kampf iſt kein Geheimniß geblieben, ſondern iſt aufge⸗ zeichnet worden in den Büchern der Geſchichte. Am ausführlichſten erzählt Archenholtz von dieſem Kampf, den die frommen Kloſterbrü⸗ der mit Tellern, Schüſſeln und Bechern zu Ehren der Maria The⸗ reſia und des Aünbgs von Preußen geführt haben. Siehe: von Archenholtz Geſchichte des ſiebenjährigen Krieges. Th. I. S. 241.


