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men Brüder ſich ſchon im Eßſaal zu ſammeln be⸗ ginnen.
Und ich öffnete die Thür um nach Ihnen zu rufen, Pater Guardian, und Sie zu bitten, bei der Tafel heute meine Stelle zu vertreten. Da ich im Begriff bin, heilige Reliquien zu betrachten, und mit meinen Händen zu berühren, darf ich nicht nachher mit thieriſcher Nahrung meine Hände be⸗ ſudeln. Sie werden mich alſo beim Mahl vertreten, Bruder Guardian, und erſt bei der Abendtafel werde ich Speiſe zu mir nehmen. Gehen Sie alſo, hochwürdiger Bruder, und möge der Herr Ihr Mahl ſegnen!
Er neigte ſein Haupt und machte mit ſeiner erhobenen Rechten das Zeichen des Kreuzes, während der Pater Guardian langſam und mit gerunzelter Stirn durch das weite Vorzimmer dahinſchritt.
An der entgegengeſetzten Thür deſſelben angelangt, wandte er ſich haſtig um, aber als er ſah, daß der Prior noch immer mit erhobenem Arme auf der Schwelle ſeines Zimmers ſtand und ihm nachſchaute, ſtieß er die Thür auf und verſchwand aus dem Vorſaal.—
Jetzt, mein Herr, ſagte der Prior, indem er in ſein Zimmer zurücktrat und die Thür deſſelben ſorg⸗ fältig hinter ſich verſchloß, jetzt ſind wir allein, und ich bin bereit, Sie anzuhören.
Dann bitte ich Euer Hochwürden zuerſt, den Brief des Herrn Abbé Baſtiani,— Ihres Bruders, zu leſen, ſagte der Fremde leiſe.
Ah, er hat Ihnen geſagt, daß ich ſein Bruder bin! rief der Prior lebhaft. Er vertraut Ihnen alſo ſehrt Nun, erlauben Sie daß ich zuerſt ſeinen Brief eſe! 1


