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zeigen. Er war ein frommer Mann, und als ihn die bittere Noth zwang, ſeine heiligſten Kleinodien 4 zu verkaufen, weinte er, und flehte zu Gott, ſeinen 4 Schätzen eine würdige Stätte zu geben, und ſie niemals von unbeiligen Augen und Händen entweihen
zu laſſen. Da aber zu dem erſten Beamten der. Klöſter immer die würdigſten und heiligſten Brüder erwählt werden, ſo ließ er mich ſchwören nur dieſen die Reliquien zu zeigen! Euer Hochwürden werden nicht wollen, daß ich meinen Schwur breche. A
Der Prior winkte ſtatt aller Antwort den beiden Mönchen zu, und dieſe verließen ſchweigend und langſam das Zimmer.
Jetzt, mein Herr, laſſen Sie mich Ihre Reliquien ſehen, ſagte der Prior, als ſich die Thür hinter den Mönchen geſchloſſen.
Euer Hochwürden, ſagte der Fremde jetzt leiſe und raſch, ich habe keine Reliquien. Ich habe nichts als einen Brief von dem Herrn Abbé Baſtiani, den ich in Ihre Hände niederlegen ſoll.
Er zog einen Brief aus ſeinem Buſen hervor und reichte ihn dem Prior dar. Dieſer nahm den Brief mit einer ängſtlichen Haſt, und verbarg ihn in ſeinem Gewande, dann durchſchritt er mit raſchen
aber unhörbaren Schritten das Gemach und ſtieß mit einem ſchnellen Ruck die Thür auf. Ein leiſer Schrei ertönte, und eine ſchwarze Geſtalt taumelte von der Thür zurück.
Ach, Sie ſind es Pater Guardian, ſagte der Prior mit dem Ton des Bedauerns. Ich fürchte, ich habe Ihnen wehe gethan!
Nicht doch, Hochwürden! Ich kehrte nur zurück, um Euer Hochwürden zu ſagen, daß die Stunde
des Mittageſſens gekommen iſt, und daß die from⸗
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