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mit einem ſpöttiſchen Lächeln. Doch möchte ich mir erlauben, zu erinnern, daß der heilige Vater zu Rom noch jüngſt in einem Rundſchreiben an alle Kloſter⸗ vorſteher das Anſchaffen ſchöner und ſeltener Reli⸗ vnen zur Erweckung des wahren Glaubens empfoh⸗ en hat.
Das muß der Bruder Guardian freilich am Beſten wiſſen, ſagte Bruder Anſelmo, indem er vier neue Nadeln in ſeine Landcharte bohrte. Der Bru⸗ der Theodor war es ja, der dieſes Breve mitbrachte, als er vor einem halben Jahr aus Rom hierher⸗ geſandt ward, um die Stelle eines Guardians ein⸗ zunehmen.
Der Pater war im Begriff eine heftige Antwort zu geben, aber der Prior kam ihm zuvor, und leiſe nach der Thür hinwinkend, ſagte er: führen Sie den Fremden mit den Reliquien herein!.
Wenige Minuten ſpäter trat der Reiſende aus dem Hôtel des Signor Montardo in das Zimmer des Prior ein.—
Der Prior hieß ihn freundlich willkommen, und forderte ihn auf, ihm ſeine Reliquien zu zeigen.
Der Fremde zögerte und blickte bedeutſam auf die beiden Mönche hin.
Ich hatte gebeten, Euer Hochwürden allein meine Reliquien zeigen zu dürfen, ſagte er.
Die beiden Patres ſind geweihete Prieſter, und alſo wohl befähigt, ihre Augen auf die heiligſten Reliquien zu wenden, entgegnete der Prior mit einem unmerklichen Lächeln..
Doch habe ich Demjenigen, der mir dieſe Reli⸗ quien verkaufte, mit einem feierlichen Gelübde ver⸗ ſprechen müſſen, nur den höchſten und oberſten Würdenträgern der Klöſter meine Reliquien zu


