einen empfindlichen Streich zu verſetzen. Betrachtet Euch einmal die Fächer des Herrn Kaufmanns!
Der Fremde öffnete einen ſeiner Fächer, und Cicerachi’s Augen leuchteten vor Entzücken bei dem Anblick der Malerei.
Wie viele ſolcher Fächer babt Ihr, Signor? fragte er.
Ich habe deren zwölf.
Ich behalte ſie alle, und bedauere, daß Ihr deren nicht mehr habt.
Aber, Cicerachi, rief Montardo, Ihr verleugnet ganz Euere kaufmänniſche Klugheit. Ihr habt ja noch nicht einmal nach dem Preiſe gefragt. Oder dentt, öör⸗ daß dieſer Herr ſie Euch umſonſt laſſen wird?
Nicht doch, ich vergaß es wirklich, ſagte Cice⸗ rachi, mit ſichtbarem Entzücken ſich die Fächer, die der fremde Kaufmann eben einen nach dem anderen vor ihm ausbreitete, betrachend. Sagen Sie mir Ihren Preis, Signor.
Der Fremde ſchwieg einen Moment, dann ſagte er zögernd und mit niedergeſchlagenen Augen: Ich zahlte in Genf zwölf Francs für jeden dieſer Fächer.
50 gebe Ihnen das Doppelte, ſagte Cicerachi ruhig. 4 Der Fremde ſchreckte zuſammen, und blickte er⸗ röthend vor Unwillen zu ihm empor. Mein Herr, ſagte er heftig, ich nehme von Niemanden höhere
Preiſe an, als ich fordere!
„Signor, Signor, Sie vergeſſen wieder, daß Sie ein Kaufmann ſind, rief Montardo lachend. Kein Kaufmann verkauft ſeine Waare zu dem Preis, den er ſelber dafür gezahlt hat, merken Sie Sich das!


