Teil eines Werkes 
3. Folge, Friedrich der Große und seine Geschwister : historischer Roman : 2. Abtheilung : 2. Band (1857)
Entstehung
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Und übrigens gedenke ich immer noch ein gutes Geſchäft mit dieſen Fächern zu machen, ſagte Cice⸗ rachi. Ich zahle Ihnen vierundzwanzig Francs und werde fünfzig dafür fordern. Denn die Damen unſerer Nobili, welche meiſt alle Pruſſiani ſind, werden entzückt ſein, ihre Gegner auf ſo elegante Weiſe ärgern zu können. Sie ſind alſo zufrieden, mein Herr, mit dem gebotenen Preis?

Ich bin zufrieden, ſagte der Fremde verlegen und erröthend.

Und iſt das der einzige Gegenſtand, den Sie mir anzubieten haben?

Nicht doch, ich habe noch einiges Andere, ſagte der Fremde lächelnd, indem er ein neues Paket öffnete. Da Sie Pruſſiano ſind, ſo werden Ihnen hoffentlich dieſe allerliebſten Denkmünzen und Schau⸗ ſtücke gefallen, welche in Holland erſchienen ſind, und auf denen ſich allerliebſte Satyren auf die Feinde des großen Königs befinden.*)

Ah, laſſen Sie ſehen, Signor, riefen die beiden Italiener. Dann betrachteten ſie mit ſichtbarem Behagen und vergnügtem Lachen dieſe holländiſchen Denkmünzen, welche allerdings ſehr derbe und dra⸗ ſtiſche Satyren auf die Feinde Friedrichs enthielten, und auf denen ſich in gar komiſchen Situationen und Stellungen die wohlgetroffenen Figuren der Kaiſerinnen Maria Thereſia und Eliſabeth, wie der Couſine Pompadour und des Fürſten von Sou⸗ biſe befanden.

Ich behalte alle dieſe Denkmünzen, alle! rief Cicerachi entzückt. 5

Der Fremde lachte. Nicht doch, ſagte er, ich

kann doch nicht mein ganzes Geſchäft verkaufen,

*) v Archenholtz. Th. I. S. 240.