einige Zimmer anzuweiſen, in denen es ſich bequem und angenehm leben läßt?
Oh, gewiß nicht, Signor, und wir haben die ſchönſten und prachtvollſten Zimmer zu Euer Gna⸗ den Befehl, ſagte der Wirth mit dem einſchmeichelnd⸗ ſten Lächeln, während er ſich indeſſen nicht von der Stelle bewegte, ſondern bald den Fremden, bald ſeine großen Koffer, welche die Gondoliéri ſoeben aus der Gondel hoben, mit verlegenen und ängſtli⸗ chen Blicken betrachtete.
Nun denn, ſo geben Sie mir endlich Zimmer! rief der Fremde ungeduldig, indem er tiefer in die Halle vorſchritt.
Der Wirth ſeufzte tief auf, und warf einen ſchmerzlich fragenden Blick auf ſeinen Oberkellner, den dieſer mit einem Achſelzucken erwiederte.
Ich werde ihn zuerſt in den Speiſeſaal führen, flüſterte der Wirth, und dann eilte er dem Fremden nach, der eben unwillig ſich umgewandt hatte und mit faſt zornigen Blicken nach dem Wirth hinſchaute.
Belieben Sie hier einzutreten, Eccellenza, ſagte der Wirth, indem er mit unterwürfiger Demuth die große Flügelthür, vor welcher ſie ſtanden, aufſtieß und den Fremden in den großen und prachtvollen Saal führte, der zugleich als Speiſeſaal und Ball⸗ ſaal diente.
Und nun, Eccellenza, fuhr der Wirth fort, indem er die Thür hinter ſich zudrückte, und mit einem raſchen Blick ſich überzeugte, daß er mit dem Frem⸗ den allein war, nun verzeihen Sie meiner Neugierde, wenn ich, bevor ich die Ehre habe, Ihnen Zimmer anzuweiſen mir zwei Fragen erlaube. Gedenken Eccellenza länger hier zu verweilen?
Einige Tage, mein Herr! Nun, Ihre zweite Frage?
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