J. Die Tereſiani und Pruſſiani.
Vor dem großen und prächtigen Hoôtel„zum weißen Löwen“ am Canale grande zu Venedig legte ſoeben eine Gondel an. Der Portier ließ die große Hausglocke ertönen, und ſofort eilte der Wirth ſel⸗ ber herbei den Fremden zu begrüßen, der rüſtig aus der Gondel auf die kleine Treppe von weißem Marmor geſtiegen war, die in das ſchöne und pracht⸗ volle Veſtibule des Hôtels führte.
Der Fremde erwiederte die tiefen und ehrfurchts⸗ vollen Verbeugungen des Wirthes mit einem ſteifen und militairiſchen Kopfnicken, und fragte in etwas gezwungenem und fremdartig klingenden Italieniſch, ob er noch einige Zimmer erhalten könne.
Signor Montardo ſah den Frager mit etwas zweifelndem und ungewiſſem Blick an, und ſtatt ihm ſeine Frage zu beantworten, fragte er: Signor ſind, wie es ſcheint, ein Ausländer?
„Ja, erwiederte der Fremde lächelnd, mein Italie⸗ niſch hat es Ihnen verrathen, Ich bin ein Auslän⸗ der. Aber ich hoffe, daß das nicht berhindert mir


