Teil eines Werkes 
2. Abtheilung : 1. Band (1857)
Entstehung
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Grafen neben ſich ſah. Ah, ſagte er mit einem mühſamen Lächeln, Sie warten noch immer auf das Gegencompliment, das ich Ihnen verſprochen habe? Es thut mir leid, daß die Antwort auf eine ſo gute Botſchaft nicht beſſer hat gerathen wollen. Wenn Sie aber auf Ihrem Rückweg noch gut durchkommen, und Daun nicht ſchon in Berlin und Contades in Magdeburg finden, ſo können Sie alsdann dem Herzog Ferdinand von mir verſichern, daß nicht viel verloren iſt. Leben Sie wohl, Monſieur.*)

Er nickte ihm leicht mit dem Kopf den Abſchieds⸗ gruß zu, und ſchritt dann mit feſtem ſtolzem Gang zu den Generalen hin, die in ehrerbietiger Entfernung von ihm ſich aufgeſtellt hatten.

Sein Auge glühte und flammte jetzt wieder, und ſein ganzes Weſen hatte wieder ſeinen energiſchen und kühnen Ausdruck angenommen. Meſſieurs, ſagte er mit klarer, voller Stimme, das Schickſal iſt uns geſtern nicht günſtig geweſen. Aber es iſt deshalb doch kein Grund zu verzagen, und ich denke, es ſoll ein Tag kommen, wo wir dem Feind mit blutigen Zinſen zurückgeben wollen, was er uns geſtern ge⸗ than hat. Ich wenigſtens hoffe auf dieſen Tag, ich will leben, um ihn zu erwarten, und alle meine Ge⸗ danken, meine Pläne und Beſtrebungen werden dar⸗ auf gerichtet ſein, ihn herbeizuführen. Ich ſtrebe nach keinem anderen Ruhm, als nach dem, Preußen zu erretten von dieſer Verſchwörung, welche ganz Europa wider daſſelbe angezettelt hat. Ich will meinem Vaterlande den Frieden erobern, aber es ſoll und darf nur ein ehrenvoller, mächtiger Frie⸗ den ſein, welcher Preußen zugleich geehrt und groß daſtehen läßt. Einen anderen Frieden kann

*) Des Königs eigene Worte.