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ich und werde ich niemals annehmen, und lieber werde ich mich unter den Trümmern meiner letzten Kanone begraben laſſen, als einen Frieden eingehen, der meinem Vaterlande keinen Vortheil, und uns Allen keinen Ruhm bringt! Die Ehre iſt doch das höchſte und heiligſte Gut der Individuen, wie der Völker; und Preußen, welches ſeine Ehre in unſere Hand gelegt, muß dieſelbe von uns rein und flecken⸗ los wiedererhalten. Wenn das auch Ihre Meinung iſt, Meſſieurs, ſo rufen ſie mit mir: es lebe Preu⸗ ßen! Es lebe Preußens Ehre!
Es lebe Preußen! Es lebe Preußens Ehre! rie⸗ fen die Generale und Officiere mit begeiſtertem Ruf, und wie eine Lavine wälzte der Ruf ſich weiter von Mund zu Mund, und die zerſtückten und zerbröckel⸗ ten Regimenter hatten ihn gehört, und riefen ihn nach, und die Feldmuſik ſtimmte einen ſchmetternden Toaſt an, und die Trommeln wirbelten drein. Die Fahnenträger entfalteten ihre Fahnen, und ließen die zerſchoſſenen und zerfetzten preußiſchen Adler im Morgenwind flattern, und aus tauſend Kehlen, ſich einigend in einen einzigen heiligen Orgelton, drang der Ruf durch die Luft und zum Himmel empor: Es lebe Preußen! Es lebe Preußens Ehre!
Der König ſtand da mit Hußlendem Angeſicht, und in ſeinen großen, wundervollen Augen ſchim⸗ merte es wie eine Thräne. Er hob den Blick zum Himmel empor, und leiſe murmelten ſeine Lippen: Ich ſchwöre es, zu leben, ſo lange noch Hoffnung iſt! Ich ſchwöre zu leben, ſo lange ich noch frei bin! Ich ſchwöre nur dann den Tod zu ſuchen, wenn Gefangenſchaft mich bedroht!—
Langſam wandte ſein Blick ſich wieder der Erde zu, und mit lauter machtvoller Stimme rief er jetzt:


