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von dannen, um ſich an die Spitze ihrer Regimen- ter zu begeben und ſie dem König vorzuführen. 4 Der König lehnte ſich an die Hüttenthür und nahm den Degen wie zur feierlichen Staatsparade in die Hand. Der Vorbeimarſch der Truppen begann. Aber es war ein trauriger Anblick, ein herzzerſchnei⸗ dendes Weh durchfuhr bei demſelben die Bruſt des Königs!— Wie wenig war ihm geblieben von die⸗ ſer ſchönen, kampfesmuthigen Armee, die er geſtern in die Schlacht geführt. Mehr als zwanzigtauſend Mann waren theils getödtet, theils verwundet! zer⸗ ſtreut und flüchtig trieben ſich andere Tauſende um⸗ her, mühſam hatte man nur aus dem bunten Gewirr der vermiſchten Soldaten einzelne Regimenter wieder formiren können, und kaum fünftauſend Mann wa⸗ ren es, die jetzt vor dem König vorbei defilirten.*) Der König ſah ſie vorübermarſchiren mit feſtem Auge mit ruhigen Mienen. Nur hatte er ſeine Lip⸗ pen feſt aufeinandergepreßt und ſein Athem ging ſchwer und ſieberhaft aus ſeiner Bruſt hervor. Plötzlich wandte er ſich an den neben ihm ſtehen⸗ den Grafen Dohna, den Adjutanten des Herzogs Ferdinand von Braunſchweig, der vor einigen Tagen in's Lager des Königs gekommen war, um ihm die Nachricht von dem Siege bei Minden zu überbrin⸗ gen. Der König hatte ihn eingeladen bei ihm zu verweilen.„Ich bin im Begriff,“ hatte er geſagt, „die Ruſſen anzugreifen; bleiben Sie alſo ſo lange hier, bis ich Ihnen das Gegencompliment mitgeben kann.“**)
Daran erinnerte der König ſich jetzt, wie er den
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„) v. Retzow. Tb. II. S. 116. ¹—*) Preuß: Friedrich der Große. Th. II. S. 118.


