Teil eines Werkes 
2. Abtheilung : 1. Band (1857)
Entstehung
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ſagte der König gütig. Geht jetzt in's Dorf, und erzählt nur immerhin den Soldaten, was Ihr dort drüben gehört habt. Es wird ihnen Muth machen, wenn ſie hören, daß der Feind ſchläft, und nicht dran denkt, uns zu verfolgen. Und was Euere bei⸗ den Unterofficierspatente anbelangt, ſo werde ich ſie Euch heute noch ausfertigen laſſen! Lebt wohl, meine Kinder!

Er nickte ihnen zu und kehrte in die Hütte zu⸗

rück, um ſeine beiden Adjutanten zu wecken. Mit vollkommen ruhiger Stimme befahl er ihnen, in's Dorf zu gehen, und alle höheren Officiere und Ge⸗ nerale aufzufordern, ihre Truppen zu ſammeln, und mit denſelben auf der Ebene, die vor der Hütte ſich ausbreitete, aufzumarſchiren.

Die Trompeter ſollen blaſen, die Trommelſchlä⸗ ger ſollen Generalmarſch wirbeln, ſagte der König.

Die friſche Morgenluft wird den Schall weit hin⸗ austragen in die Luft, und wenn meine Soldaten ihn hören, kehren ſie vielleicht zu ihren Fahnen zu⸗ rück. Gehen Sie alſo, meine Herren!

Dann, als die beiden Adjutanten ihn verlaſſen, ging der König, die Hände auf dem Rücken gefal⸗ tet, langſam und gedankenvoll auf und ab.

Es iſt Alles verloren, Alles, murmelte er, aber doch muß ich noch Asahen und warten! Wenn die Dummheit oder der Uehermuth des Feindes eine Maſche offen läßt in dieſem Netz, mit welchem ſie mich umſponnen haben, ſo iſt es meine Pflicht, meine Armee da hindurchſchlüpfen zu laſſen, und an ihrer Spitze auszuharren! Ach, ach! Aber wie ſchwer drückt dieſe Krone auf meinem Haupte, dieſe Krone, die mir nicht einmal erlaubt, mein armes Haupt zur Ruhe zu legen! Welch eine ſchwere Pflicht

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