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Loudon, wir werden ihn nicht bewegen können, auf⸗ zubrechen. Der deutſche Wein liegt Soltikow mehr am Herzen, als ſeine deutſchen Bundesgenoſſen.
Aber Sie, Herr General flüſterte Montalembert, Sie ſollten thun was Soltikow verabſäumt. Sie ſollten von dieſer Saumſeligkeit des ruſſiſchen Ge⸗ nerals Vortheil ziehen, und den König verfolgen.
Als ob ich noch hier wäre, wenn ich das thun könnte! ſagte Loudon ſchmerzvoll. Man hat mir die Hände gebunden, und ich darf nichts unterneh⸗
men, was nicht im Einverſtändniß mit unſerem Ver⸗ bündeten iſt. Wenn Soltikow nicht will, kann ich allein nicht aufbrechen, ſondern muß mich fügen, denn ſobald wir vereint ſind, ſollen und können wir nur gemeinſam handeln!
Ein lautes brullendes Lachen der fröhlichen Tiſch⸗ genoſſen machte jetzt die beiden Herren verſtummen. Soltikow hatte eben eine luſtige Geſchichte erzählt, daß ſelbſt die Koſacken laut gelacht hatten, und einer der ruſſiſchen Generale, der das bemerkt, hatte ſie dafür belohnt, indem er von einem Armleuchter zwei ſchöne Talglichter abgezogen, und ſie den Koſacken hinwarf, die den duftenden Leckerbiſſen mit freudigem Jauchzen empfingen.
Laſſen Sie uns gehen, flüſterte Montalembert, die Scene wird doch— gar zu ruſſiſch!
Ja, laſſen Sie uns gehen ſeufzte Loudon, wenn wir denn doch hier unthätig liegen bleiben müſſen, ſo können wir doch wenigſtens die Zeit zum Schlafen benutzen.
Niemand achtete darauf, daß die beiden Herren ſich entfernten, das fröhliche Lachen, das Trinken und Singen ging ungeſtört weiter, und verwandelte ſich bald in verworrenes Durcheinander, in ein ſeliges, trunkenes Lallen und Jauchzen.
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