Teil eines Werkes 
2. Abtheilung : 1. Band (1857)
Entstehung
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Jetzt können wir auch abziehen, flüſterte Karl Heinrich, der ſich leiſe zu Fritz Kobers Verſteck hinge⸗ ſchlichen hatte. Komm, komm, Du weißt, wir wer⸗ den erwartet!

Fritz Kober ſchlüpfte aus dem Gebüſch hervor, und mit möglicher Vorſicht eilten die Beiden von dannen. Erſt als die jetzt ſchweigende und ſtille Lagerſtätte der Oeſterreicher und Ruſſen hinter ihnen lag, und ſie wieder das Schlachtfeld überſchritten, brach Fritz Kober das Schweigen, das ſie bis da⸗ hin, aus Furcht einen oder den anderen dieſer an den verglimmenden Lagerfeuern ſchlafenden Soldaten zu wecken, beobachtet hatten.

Na, fragte Fritz, ſeufzend, was werden wir dem König nun ſagen?

Nun, Alles, was wir gehört haben, ſagte Karl Heinrich lachend.

Ja, aber wir haben ja nichts gehört, murrte Fritz. Ich hab' meine Ohren ſo weit aufgeriſſen, als ich nur immer konnte, aber ich hab' doch nichts verſtanden. Iſt's nicht eine Niederträchtigkeit, nach Deutſchland zu kommen, und ſo'n abſcheuliches Kau⸗ derwelſch zu reden, daß man kein Wort verſtehen kann. Wenn man in Deutſchland iſt, muß man Deutſch ſprechen und nicht Ruſſiſch. 4

Sie haben nicht Ruſſiſch geſprochen, ſondern Franzöſiſch, ich habe Alles recht gut verſtanden, ſagte Karl Heinrich.

Fritz Kober blieb ſtehen, und ſtarrte ſeinen Freund faſt entſetzt an. Du verſtehſt Franzöſiſch?

Ich bin an der franzöſiſchen Grenze zu Hauſe, ſagte Karl Heinrich, und meine Mutter war eine Elſaſſerin, daher lernte ich Franzöſiſch.

Du verſtehſt Alles! rief Fritz Kober kopfſchüttelnd