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ziehen ließen, und dann raſch aufſpringend ihnen in den Rücken feuerten.*)
Gewiß habe ich das nicht vergeſſen, ſagte Lou⸗ don, deſſen edles Herz ſchon die augenblickliche Auf⸗ wallung des Zorns zu bereuen anfing, gewiß werde ich nicht ſo feig und gewiſſenlos ſein, den großen und überwiegenden Antheil zu leugnen, den die ruſ⸗ ſiſche Armee an der Ehre des heutigen Tages hat, aber Sie werden es begreifen, daß ich auch meinen Antheil mir nicht ganz und gar verkümmern laſſen will. Wir haben zuſammen gekämpft, zuſammen geſiegt, laſſen Sie uns jetzt auch zuſammen des glück⸗ lichen Erfolges uns freuen!
Er reichte Soltikow mit einem ſo freundlichen Ausdruck die Hand, daß dieſer nicht zu widerſtehen vermochte. Sie haben Recht, General, ſagte er, die dargereichte Hand des biederen Oeſterreichers herzlich drückend, ja, Sie haben Recht, wollen wir uns zuſammen des glücklichen Erfolges freuen! Wein her, wir wollen zuerſt dem Sieg des Tages ein Glas darbringen, und auf die Freundſchaft Oeſterreichs und Rußlands eine Flaſche Eueres ſchönen deutſchen Rheinweins leeren. Wein her! Die Nacht iſt noch lang genug zur Berathung, laßt uns erſt den Sieg feiern.
Die Koſacken waren auf den Wink eines der Adjutanten Soltikow's vom Boden aufgeſprungen, und ſchleppten jetzt mit luſtiger Behendigkeit aus der Ecke des Gemaches das große Reiſeneceſſaire des Generals herbei, das eine hinlängliche Anzahl gefüllter Flaſchen und ſilberner Becher enthielt, die ——
*) v. Archenholtz: Geſchichte des ſiebenjährigen Krieges. Th. 1. S. 257.


