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ßen pflegt ſeine Niederlagen immer ſehr theuer zu verkaufen, und es ſollte mich daher gar nicht wun⸗ dern, wenn er weniger Soldaten verloren, als wir.*)
Nun, er wird jetzt nichts mehr zu verkaufen haben, ſagte der Marquis lächelnd. Es hängt nur von Ihnen ab, dem flüchtigen, beſiegten König den Gna⸗ denſto zu geben, und ihn für immer zu vernichten, enn—
Das Eintreten eines Officiers unterbrach den Marquis. fii Der Herr General von Loudon, meldete der Of⸗ cier.
Soltikow ſtand auf und ſchritt der Thür zu, den Eintretenden willkommen zu heißen. Ein ſtolzes Lä⸗ cheln ſtand auf ſeinem Antlitz, und wie er dem öſter⸗ reichiſchen General die Hand entgegenſtreckte, that er das mit einer ſolchen Miene, mit der etwa ein gnä⸗
diger Vorgeſetzter ſeinem Untergebenen huldvoll ſich erweiſt. 3
Der ſchnelle, feſte Blick Loudon's ſchien indeß die ſtolzen und übermüthigen Gedanken des Bundesge⸗ noſſen auf ſeinem Geſicht geleſen zu haben, und ohne Zweifel geſchah es deshalb, daß er die Hand Soltikow's kaum berührte, und mit ſtolz gehobenem Haupt in die Mitte des Zimmers vorſchritt.
Ich habe es vorgezogen zu Ihnen zu kommen, Excellenz, ſagte Loudon mit etwas ſcharfem, gereiz⸗ tem Ton, Sie haben hier ein größeres Zimmer, während ich in meiner Hütte kaum Raum gefunden
hätte, Sie mit Ihren Adjutanten willkommen zu heißen..
2„oe itow's eigene Worte. Siebe: von Archenholtz. Th. I.


