Teil eines Werkes 
2. Abtheilung : 1. Band (1857)
Entstehung
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Der König hat Recht, das iſt das Beſte, ſagte Fritz Kober. Wir gehen alle Beide.

Und laſſen den König hier ganz allein und un⸗ bewacht? fragte Karl Heinrich ſinnend.

Nun, ſagte der König, indem er lächelnd auf die beiden Schlafenden hindeutete, ich habe da noch meine beiden Adjutanten, die werden mich bewachen. Jetzt hört, was ich Euch zu ſagen habe! Dort drüben ſteht der Feind, und es iſt mir wichtig zu wiſſen, was er jetzt thun, und wohin er ſich wenden will. Geht alſo hinüber und horcht ein wenig. Ihre Feldherren und Generäle werden wohl dort Quar⸗ tier im Dorf genommen haben. Ihr müßt das zu erfahren und dann Euch dem Quartier zu nähern ſuchen. Alles, was Ihr dort hört und ſeht, das berichtet Ihr mir, und kehrt ſo ſchnell als irgend möglich hierher zurück.

Das iſt Alles? fragte Fritz Kober.

Das iſt Alles, ſagte der König, aber nun geht, und hört einmal, wenn Ihr Euere Sachen klug macht, und kehrt geſund und friſch zu mir zurück, ſo ſollt Ihr Beide Unterofficiere werden!

Fritz Kober lachte laut auf. Na, ſagte er, Herr König, das kennen wir ſchon!— Auch iſt es gar nicht nöthig, daß Ihr uns ſo etwas verſprecht, Majeſtät, ſagte Karl Heinrich, wir thun's nicht um den Lohn, ſondern aus Reſpect und

aus Liebe zu unſerem König.

Aber ſag' mir erſt, warum Du lachteſt? fragte der König.

Nun, weil's nicht das erſte Mal iſt, daß Euer Majeſtät uns den Unterofficier verſprochen haben. Vor Leuthen ſagten Sie auch, wenn wir brav wären, und recht viel Heldenthaten ausübten, ſo ſollten wir

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