Teil eines Werkes 
2. Abtheilung : 1. Band (1857)
Entstehung
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Oeſterreicher und der Ruſſen! Dort ſtanden die Sieger des Königs, dort ſtanden Soltikow und Lou⸗ don mit ihren Schaaren. 3

Der König hatte dieſe Feuer dort ſchon geſehen, ehe er die Hütte betrat. Jetzt hatte ihre Zahl ſi noch vergrößert, ein Zeichen, daß der Feind no nicht weiter gegangen, daß er dort zu raſten ge⸗ dachte! 3

Wie? Sollte das möglich ſein? Sollten die Sieger ſo wenig ihren Sieg nutzen, daß ſie jetzt den beſiegten Feind nicht weiter verfolgten, ſondern ihm Zeit gönnten, ſich wieder zu ſammeln und mit Eil⸗ märſchen den Siegern zuvorzukommen, vielleicht die Spree, vielleicht ſogar Berlin zu erreichen?

Wie der König das dachte, flog es wie ein hel⸗ ler Sonnenſtrahl über ſein Antlitz hin, und mit lau⸗ ter Stimme rief er: Wenn der Feind es jetzt ver⸗ ſäumt, mir den Gnadenſtoß zu geben, dann iſt noch nicht Alles verloren! Dann darf ich nicht ſterben, dann bin ich meinem Vaterland noch nothwendig, denn alsdann iſt noch Rettung möglich, und meine Pflicht iſt es ſodann, Alles zu verſuchen ihm dieſe zu gewähren.

Er ſchaute wieder hinaus nach den Lagerfeuern, er ſah, wie hier und dort ſich neue entzündeten, und wie er das ſah, begann ein ſanftes Lächeln ſeine Lippen zu umſpielen.

Wenn jene Feuerzeichen Recht haben, ſagte er dann, ſo ſind meine Feinde großmüthiger— oder dümmer, wie ich geglaubt habe, und dann laſſen ſich ihnen noch allerlei Vortheile abgewinnen. Dann muß ich zurückkehren zu meinem alten Wahlſpruch: „Das Leben iſt eine Pflicht!“ Und ſo lange es für den Menſchen noch tüchtige und ehrenvolle Ar⸗

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