Teil eines Werkes 
2. Abtheilung : 1. Band (1857)
Entstehung
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ſo klug und geſchickt durch die Brandung geführt, jetzt, da es geſtrandet war, nicht verlaſſen, ſondern mit ihm untergehen.

Aber bevor er daran denken durfte, zu ſterben, mußte er erſt ſeine Angelegenheiten ordnen, mußte er erſt ſein Teſtament machen, und Abſchied nehmen von ſeiner Welt, das heißt von ſeinen Freunden.

Wie der König das dachte, trat er raſch zur Thür, und rief hinaus, daß man ihm Licht bringen ſolle.— Das war allerdings eine ſehr ſchwierige Aufgabe in dieſem öden, verlaſſenen Dorfe, aber endlich gelang es den Adjutanten, von einer Mar⸗ ketenderin einige elende kleine Talglichte zu erhalten, die ſie auf Flaſchen, ſtatt der Leuchter ſteckten, und dann zu dem König hineintrugen.— Der König achtete nicht auf ſie; er ſtand mit übereinander⸗ geſchlagenen Armen, und ſtarrte zu dem ſternen⸗ beſäeten Himmel empor. Der helle Lichtſchein weckte ihn aus ſeinen Gedanken, er wandte ſich um und trat wieder zu dem Tiſch.

Die letzten Briefe! murmelte er, indem er ſich auf den Binſenſtuhl niedergleiten ließ, und ſein Portefeuille auseinanderſchlug.

Was würden ſeine Feinde gejubelt haben, wenn ſie einen Blick hätten in dieſes Gemach werfen kön⸗ nen, in dieſes wüſte Gemach, mit den beſchmutzten, halb abgefallenen Kalkwänden, auf dieſen wackeln⸗ den, knarrenden Tiſch, an welchem der König ſaß, vor ſich dieſe beiden auf Flaſchen geſteckten Talg⸗ lichter, die ihm das Papier eledchteten, auf welchem er ſeine letzten Anordnungen niederſchreiben wollte.

Zuerſt ſchrieb er an den General Finck, dem er das Heer übergeben wollte. Denn bevor er an ſeine Freunde denken, bevor er ſeinen Empfindungen als