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Abends, oder hatten das Blut und die Schmerzen die Augen der armen beiden Verwundeten geblendet, daß ſie den Eintretenden nicht erkannten? Freilich zeigte ſein ſonſt ſo heiteres, edles Antlitz heute einen ungewöhnlich ernſten, finſteren Ausdruck, ſeine Wan⸗ gen waren todesbleich, und ſelbſt der Glanz ſeiner großen Augen war heute minder leuchtend und hell wie ſonſt. Aber es lag doch etwas Unausſprech⸗
liches, Ehrfurchtgebietendes, Ungewöhnliches in ſeiner Erfſcheinung. Obwohl geſchlagen und kummervoll, war er noch immer der Held, der König, noch immer Friedrich der Große!
Er war hierher gekommen, um in dieſem einſa⸗ men, abgelegenen Hauſe ſein Quartier zu nehmen, um hier allein zu ſein mit ſeinen Schmerzen. Aber als er die beiden Verwundeten erblickte, nahmen ſeine kummervollen Züge ſchnell einen theilnehmenden Ausdruck an.
Mit haſtigen Schritten näherte er ſich dem arm⸗ ſeligen Lager ſeiner Officiere, und wie er ſich jetzt über ſie neigte, und nach ihrem Ergehen fragte, da erkannten ſie ſeine Stimme, dieſe Stimme, welche ſie oft begeiſtert hatte zu todesmuthigem Vorwärts⸗ dringen, und die jetzt ſo milde und theilnahmsvoll war.
Der König! riefen ſie Beide freudig überraſcht, und ihre Wunden, und ihre Hülfloſigkeit vergeſſend, verſuchten ſie ſich aufzurichten, aber dann ſanken ſie mit dumpfem Schmerzgeſtöhn wieder zuſammen, und das Blut ſtrömte auf's Neue aus ihren Wun⸗ den hervor.
Der König neigte ſich über ſie. Arme Kinder,
ſagte er, Ihr ſeid wohl ſchwer verwundet? Ja, ächzte der Lieutenant von Grabow, ſchwer
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