Teil eines Werkes 
2. Abtheilung : 1. Band (1857)
Entstehung
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Wohl denen, welche ein gütiges Geſchick glei auf dem Schlachtfeld getödtet hat! Glteſäi gleic ren ſie als diejenigen, welche zurückgeblieben, und wenn auch nicht Alle das grauſame Schickſal des edlen Dichters zu dulden hatten, ſo hatten doch alle dieſe Tauſende, welche man blutend von dem Schlacht⸗ feld trug, das Bewußtſein ihrer Schmerzen und ihrer Niederlage. 1

Das ganz nahe bei Kunersdorf belegene Dorf Oetſcher war in ein Lazereth umgewandelt. Lange ſchon während der Schlacht waren die Bewohner geflüchtet. Jetzt hatten die Verwundeten von den leerſtehenden Hütten Beſitz genommen, und mit ge⸗ ſchäftiger Haſt eilten die Chirurgen von Haus zu Haus, denen Hülfe zu bringen, bei welchen dieſelbe noch möglich war.— Aber Keiner von ihnen ging hinein in dieſe Hütte, welche dort, ein wenig abge⸗ ſondert von den Llcbiſäfn am Ende des Dorfes lag. Und doch befanden ſich auch in dieſer zwei Verwun⸗ dete. Sie waren ſchon vor dem Ende der Schlacht hierhergebracht, damals hatte der Chirurg ihre Wun⸗ den unterſucht, und dann war er ſchweigend hinaus⸗ gegangen, um nicht wiederzukehren.——

Schweigend, dann und wann nur hochaufächzend lagen dieſe beiden Verwundeten auf dem Stroh, auf das man ſie gebettet hatte, ihre Augen ſtarr nach der Thür gerichtet, ſehnſuchtsvoll ausſchauend nach dem Chirurgus, der ihnen Hülfe oder wenigſtens doch Linderung bringen ſollte.—.

Und jetzt öffnete ſich wirklich die Thür, und ein Officier trat ein. War es das Dämmerlicht des

und legte ihn auf den Sarg,„damit,“ wie er ſagte,„ein ſo wür⸗ diger Officier nicht ohne dieſes Ehrenzeichen begraben werde.“ Siehe v. Archenboltz. Th. I. S. 262.