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tenmantel, ein Stück Brod und einen halben Gulden
zu.*)
Der deutſche Dichter nimmt dankbar das Almo⸗ ſen des ruſſiſchen Soldaten an, er hüllt ſeine Glie⸗ der in den Mantel ein, und dann verſucht er das Stück Brod zu eſſen, das die Mildthätigkeit des ruſſiſchen Soldaten dem deutſchen Dichter zugewor⸗ fen hat.—
Aber das Schickſal iſt niemals milde mit den deutſchen Dichtern geweſen. Die Koſacken ſchwär⸗ men immer noch auf dem Schlachtfeld umher, und wieder naht ſich einer dem armen ächzenden Krieger, der da im Graben liegt. Er hat keine glänzende Uniform mehr, aber der Koſack nimmt Alles, was er bekommen kann, und auch der alte zeriſſene Sol⸗ datenmantel noch reizt ſeine Habgier. Er entreißt ihn dem widerſtandloſen Verwundeten, und wie er ſeine geſchloſſenen Hände unterſucht, findet er auch den halben Gulden— das Almoſen, das Ewald von Kleiſt von dem ruſſiſchen Huſaren bekommen.
Wieder liegt der deutſche Dichter, der preußiſche
Held nackt und entblößt da, das Waſſer des mo⸗ raſtigen Grundes dringt in ſeine Wunden ein, und ſtachelt mit grauſamer Folter den Sterbenden zu neuem Schmerzensdaſein empor! So liegt er da bis zum anderen Tage, bis der Feind ſich ſeiner er⸗ barmt und ihn als Gefangenen nach Frankfurt bringt.**)„
*) v. Archenholt. Geſchichte des ſiebenjährigen Krieges. . I. S. 263
*) Ewald von Kleiſt ſtarb wenige Tage nach ſeiner Gefangen⸗ nehmung in Frankfurt g. d. O. am 24. Auguſt.— Die Ruſſen gaben ihm ein ehrenvolles Begräbniß, und weil auf ſeinem Sarge der Degen fehlte, nahm der Oberſt von Bülow, Chef eines ruſſt⸗
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ſchen leichten Dragonerregiments, den eigenen Degen von der Seite,


