dem Schickſal dieſen glücklichen Tag abringen. Stehe mir bei mit Deiner Liebe, damit ich frei werde.
Sage, was ich thun kann, und ich werde es thun, rief ſie entſchloſſen. Es giebt nichts, was ich nicht für Dich wagen und unternehmen könnte.
Er nahm ihr Geſicht in ſeine beiden Hände, und ſah ihr lange und lächelnd in das erglühte An⸗ geſicht. Iſt das gewiß? fragte er.
Es iſt gewiß, Carlo! Sage mir, was ich thun, ſoll und ich thu's!
Und wenn es gefahrvoll wäre, Marietta!
Ich kenne nur eine Gefahr!
Und dieſe iſt? 3
Deine Liebe zu verlieren, Carlo.
Dann giebt's für Dich keine Gefahr.
Sprich, ſprich, Carlo, worin kann ich Dir bei⸗ ſtehen. Womit kann ich Dir helfen, Deine Freiheit zu erlangen! Ranuzi warf einen ſchnellen, forſchen⸗ den Blick im Zimmer umher, als wolle er ſich über⸗ zeugen, daß ſie wirklich allein ſeien. Dann neigte er ſich dichter an ihr Ohr. Höre alſo, flüſterte er. Ich kann nur frei werden, wenn der König von Preußen für immer unterdrückt und beſiegt wird, und nur wenn ich dazu nach meinen Kräften das Meinige beigetragen habe, darf ich hoffen, daß ich nicht bloß frei, ſondern auch zu Ehrenſtellen beför⸗ dert werde. Dieſer König von Preußen iſt mein Feind, denn er iſt ein Feind der Kirche, ein Feind meiner Herrin, der Kaiſerin von Oeſterreich, der ich den Eid der Treue geleiſtet. Seine Feinde muß man ſuchen mit allen Waffen zu bezwingen, auch mit denen der Liſt. Willſt Du mir darin beiſtehen?
Ich will es.
So beobachte, höre und forſche überall. Und
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