Teil eines Werkes 
2. Abtheilung : 1. Band (1857)
Entstehung
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ſchloß ihn ſtürmiſch in ihre Arme. Nein, rief ſie glühend und zitternd, nein, Niemand ſoll es wagen, Dich mir zu entreißen. Wir werden uns niemals wieder trennen!

Du meinſt alſo, daß ich nicht bloß Dein Gefange⸗ ner auf Lebenszeit ſein ſoll, ſondern auch der Ge⸗ fangene des Königs von Preußen? fragte Ranuzi, indem er ſie ſanft an ſich zog.

Nein, Du ſollſt frei ſein, frei, aber ich will es mit Dir ſein, Carlo. Wohin Du gehſt, da gehe ich auch hin. Wenn Du Berlin verläſſeſt, gehe ich mit Dir, und Nichts ſoll im Stande ſein mich hier zu halten und zu binden. Tagliazuchi wird mich nicht zurückholen, vorausgeſetzt, daß ich ihm mein kleines Vermögen laſſe; und ich werde das thun, ich werde nichts mit mir nehmen; arm und ohne Hab' und Gut werde ich Dir folgen, und nichts verlangen, und nichts ſordern, als bei Dir zu ſein.

Sie preßte ihn feſt in ihre Arme, und ſo groß„ war ihre Aufregung, daß ſie gar nicht dieſe finſtere Wolke ſah, welche ſeine Stirn überflog, als ſie ſo 48 ſprach. Auch verſchwand dieſe ſchnell genug wieder, und ſeine Züge nahmen wieder ihren glänzenden und leuchtenden Ausdruck an.

So ſoll es ſein, Marietta, ſagte er. Die Frei⸗ heit ſoll uns auf ewig vereinen, und nur der Tod kann uns alsdann wieder trennen!

Aber wann wird dieſe große, dieſe göttlich ſchöne Zeit kommen? Wann wird dieſer geſegnete Tag 8 aufleuchten, wo ich Dich in meine Arme nehmen und zu Dir ſagen kann: Komm', Marietta, komm'!

Die Welt gehört uns und unſerer Liebe! Laß' uns ausziehen, unſer Glück zu genießen! Oh, meine Ge⸗ liebte, wenn Du mich wahrhaft liebſt, ſo hilf mir,