Teil eines Werkes 
2. Abtheilung : 1. Band (1857)
Entstehung
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i9 hörte Deine Stimme, und niemals iſt ein Men⸗ ſchengeſchöpf ſeliger in Ohnmacht gefallen, als ich es in jenem Moment that.

Und Tagliazuchi ſtand dabei und lächelte, ſagte Nanuzi lachend. Es war auch wirklich eine recht hübſche Scene für einen Operndichter, und das mochte er wohl denken und ſie gleich aufzeichnen wollen, denn er ging hinaus und ließ uns allein, und Du erwachteſt in meinen Armen.

Und ſeitdem erwache ich immer nur, wenn ich in Deinen Armen ruhe, rief Marietta leidenſchaftlich. Wenn Du nicht bei mir biſt, ſchlafe ich, Du biſt die Sonne, welche mich weckt, und wenn Du fortgehſt, wird es Nacht, finſtere Nacht um mich, und traurige und finſtere Gedanken beſchleichen mich dann.

Was für Gedanken, Marietta? fragte er, ſeine Hand ſanft unter ihr Kinn legend und ihr Haupt leiſe emporrichtend.

Sie ſah zu ihm empor mit einem ſeltſamen, träumeriſchen Lächeln, aber ſie ſchwieg.

Nun, was für Gedanken haſt Du, wenn ich nicht bei Dir bin? wiederholte Ranuzi ſeine Frage.

Ich denke daran, daß ein Tag kommen könnte, an welchem Du aufhören könnteſt, mich zu lieben.

Und Du denkſt, daß Du Dich dann bei Taglia⸗ zuchi zu tröſten ſuchen wirſt? fragte Ranuzi lachend.

Nein, ſagte ſie langſam, ich denke, oder vielmehr ich fürchte, daß ich mich dann rächen, an Dir rächen würde für Deine Untreue.

Oh, meine Tigerin droht, rief Ranuzi. Nun, Marietta, Du weißt wohl, daß ich niemals aufhören werde, Dich zu lieben. Aber doch wird ein Tag kommen, an dem wir uns trennen müſſen.

Sie ſprang mit einem wilden Schrei empor und