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gerächt haben, dann mag es geſchehen! Dann wer⸗ den wir eine ſichere Hand ſuchen, welche einen Dolch zu führen verſteht, und dann werden wir ſie finden! Bis dahin Schweigen und Vorſicht! Bis dahin muß dieſer Kampf fortgeſetzt werden mit allen Waf⸗ fen, welche Klugheit und Liſt uns in die Hände ſpielen. Oh, und ich meine doch, daß meine Waffen ſcharf und gut ſind, und wohl im Stande einen tüchtigen Stoß zu führen. Und ſie ſind dabei ſo unſcheinbar, fuhr er lachend fort, eine verſchmitzte Kartenſchlägerin, eine verliebte Närrin, eine vornehme Coquette, und ein armer Gefangener, das ſind meine Waffen, und mit dieſen will ich es verſuchen, gegen den Mann zu kämpfen, den ſeine Schmeichler den Heldenkönig von Preußen nennen!
Er lachte laut auf, aber es war ein grimmiges, drohendes Lachen, das ihn ſelber erſchreckte. Hinun⸗ ter, hinunter, Ihr böſen Geiſter, ſagte er, drängt Euch nicht ſo keck auf meine Lippen, welche jetzt nur ſanfte Worte und zärtliche Seufzer kennen dür⸗ ſen. Schweigt, Ihr Dämonen, kriecht zurück in mein Herz, und da, in einen Winkel zuſammenge⸗ kauert, mögt Ihr zuhören und prüfen, ob ich meine Rolle gut ſpiele. Es iſt Zeit! Es iſt Zeit! Ich muß einmal wieder meine Waffen prüfen, ob ſie noch gut ſind.
A
Er trat zum Spiegel und betrachtete aufmerk⸗ ſam ſein eigenes Antlitz, und prüfte ſeine Augen und ſeine Lippen, ob ſie nichts verriethen von dem, was in ſeiner Seele vorging, und legte ſein ſchwar⸗ zes, glänzendes Haar in ſanften Wellenlinien über ſeine hohe bleiche Stirn. Dann klingelte er ſeinem Bedienten, und ließ ſich von ihm ſeine öſterreichiſche Hauptmanns⸗Uniform anlegen und den Degen um⸗
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