und der heiligen Jungfrau. Dieſer gottesläſterliche Krieg muß enden, und gedemüthigt und klein muß dieſer ketzeriſche und freigeiſtige König von dem Schauplatz zurücktreten, den er mit ſo viel prahle⸗ riſcher Großſprecherei betreten hat. Schleſten muß den Händen dieſes ruchloſen Räubers wieder ent⸗ riſſen werden, und der Krone Ihrer apoſtoliſchen Majeſtät von Oeſterreich wieder einverleibt werden. Die heilige Kirche darf keine ihrer Provinzen ver⸗ lieren, und Schleſien müßte verloren gehen, wenn es in den Händen dieſes gottesleugneriſchen Königs bleibt. Und dann, er muß geſtraft werden für die⸗ ſen Uebermuth und Hohn, mit dem er es gewagt hat, dem heiligen Vater zu Rom gegenüber zu tre⸗ ten. Die Beleidigungen, welche er der Königin von Polen zugefügt, müſſen gerächt werden, und nicht eher wollen wir ruhen, bis wir ihn zerbrochen und gedemüthigt um ſchmachvollen Frieden ſo betteln ſehen, wie einſt Heinrich der Vierte zu Canoſſa im Büßergewand um Gnade flehete. Aber wo ſind die Mittel ſo große Zwecke zu erreichen, wo?
Er ging wieder haſtig und ſchweigend auf und ab, das Haupt zurückgelehnt, den trotzigen kalten Blick aufwärts gerichtet.
Ihn zu tödten? fragte er plötzlich, als antworte er den Stimmen, welche da in ſeinem Innern flü⸗ ſterten. Das wäre ein elendes und ſchwächliches Mittel, und es würde uns nicht zum Ziel führen, es würde ihn nicht demüthigen, ſondern ſeinen Lor⸗ beern noch die Märtyrerkrone hinzufügen. Oder mindeſtens iſt jetzt nicht die Zeit dazu. Wenn er aber gedemüthigt iſt, wenn wir dieſer Schlacht von Hochkirch neue Siege über ihn hinzugefügt haben, wenn wir ihm Schleſien genommen, und Sachſen


