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ſchnallen, denn die allzugroße Güte des preußiſchen Königs hatte den gefangenen Officieren, welche er nach Berlin geſandt, das Tragen ihres Degens ge⸗ ſtattet, und ihnen nur das Ehrenwort abgenommen, ſich deſſelben in dieſem Kriege nicht ferner bedienen zu wollen. Nachdem der Graf Ranuzi, der gefan⸗ gene öſterreichiſche Hauptmann, ſeine Toilette beendet hatte, nahm er ſeinen Federhut und ging hinunter auf die Straße.
Sein Antlitz hatte jetzt einen ſorgloſen, gleich⸗ dültigen Ausdruck angenommen; mit freundlichem
ächeln grüßte er die Bekannten, welche ihm begeg⸗ neten und denen er vorüberſchreitend einige freund⸗ liche Worte, einen harmloſen Scherz zurief.
So gelangte er endlich bis zu jenem kleinen, un⸗ ſcheinbaren Häuschen in der Friedrichsſtraße, welches diesmal das Ziel ſeiner Wanderung ſein ſollte. Langſam öffnete er die nur angelehnte Hausthür und trat in den Hausflur ein. Aber jetzt öffnete ſich haſtig eine Seitenthür und eine Dame mit aus⸗ gebreiteten Armen ſtürzte auf den Grafen zu.
Oh, mein Engel, ſagte ſie in dieſer fanften ita⸗ lieniſchen Sprache, welche ſo ſehr geeignet iſt, die Seufzer der Liebe in Worte zu kleiden, mein Engel, biſt Du endlich da! Vom Fenſter aus ſah ich Dein ſchönes, edles Angeſicht, und da ſchien es mir, als durchleuchte es mein Gemach wie ein Sonnenglanz, und mein Herz ward wiederum warm und glühend.
Ranuzi erwiederte nichts auf dieſe glühenden Worte, er ließ ſich ſchweigend von der Dame in das Zimmer ziehen, und erſt dann beantwortete er ihre heißen Liebesverſicherungen mit einigen freund⸗ lichen, kühlen Worten. 1


